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Pura Raza Espanola
Definition: Reinrassige Pferde der Reinen Spanischen Rasse sind diejenigen, deren Eltern im Stutbuch ihrer Rasse eingetragen sind.
Prototyp: Allgemeine Merkmale: Ebenmäßiger Typ, mittlere oder kurzlinige Form und gerades oder subkonvexes Profil, von ausgeglichener Gestalt und bemerkenswerter allgemeiner Harmonie. Bestechende Gänge, energisch und geschmeidig, von beachtlicher Erhabenheit und ausgeprägter Fähigkeit zur Versammlung.
Gliedmaßen: Die Vordergliedmaßen: Schulter muskulös und schräg. Oberarm harmonisch geneigt und kräftig, Unterarm stark und gut ausgerichtet, Karpalgelenk gut ausgebil-det und trocken. Röhrbein von proportionierter Länge und trockene Sehnen. Fesselkopf trocken und hervorgehoben, Fesseln nicht zu lang, sehr elastisch, aber nicht extrem. Hufe kompakt, von ebenmäßigem Umfang. Bei den hinteren Gliedmaßen, Oberschenkel und Hinterbacke mus-kulös. Unterschenkel lang, Sprunggelenke kräftig, ausgedehnt und sauber. Die übrigen Regionen unterhalb der Kniegelenke, zeigen die gleichen Merkmale, wie bei den vorderen Extremitäten angeführten. Korrektes Auffußen.
Fell: Es dominieren Schimmel und Braune, zulässig sind noch andere Farben, mit Aus-nahme von Füchsen und Schecken.
Allgemeine Harmonie und Körpergröße: In ihrer körperlichen Gesamtheit stellen die Exemplare der Reinen Spanischen Rasse Tiere von großer Schönheit und ausgewogenem Kör-perbau dar, gleich welchen Alters sie sind. Zur Feststellung der Größe wird die Höhe des Wide-ristes gemessen, der mit 3 Jahren mindestens 1,52 m bei Hengsten und 1,50 m bei Stuten betra-gen soll.
Funktionelle Merkmale Bewegungen: agil, erhaben, ausgreifend, harmonisch und takt-mäßig. Großes Talent in der Ausbildung sowie eine spezielle Veranlagung zur Versammlung und den Drehungen über der Hinterhand. Eine Pferderasse, die einen natürlichen Gehorsam be-sitzt, ein überaus weiches Maul hat, das ihre Fügsamkeit begründet, und die von außergewöhnli-cher Bequemlichkeit ist.
Konstitutionelle Merkmale: Pferde der Spanischen Rasse sind besonnen und wider-standsfähig, ergeben und energisch, edel und fügsam. Sie zeigen eine schnelle und enge Bindung zu dem Reiter auf.
Fähigkeiten: Pferde der Spanischen Rasse eignen sich in erster Linie für die Arbeit unter dem Sattel, mit großem Talent zur Ausbildung für die Hohe Schule, den berittenen Stierkampf, die Jagd, Anspannungen vor leichten Wagen und eine besondere Fähigkeit zum Manövrieren von großen Rinderherden.
Lusitano
Herkunft: Portugal
Stockmaß: 150 cm - 160 cm
Farbe: Alle Grundfarben, häufig Schimmel, Braune, Rappen, selten Füchse
Exterieur: Nobler, gerader evt. leicht konvexer Kopf mit großen Augen, gut angesetz-tem Hals und einer guten Schulter; kurzer, fast gerader Rücken mit muskulöser, leicht abfallen-der Kruppe.
Eignung: Der Lusitano ist für die Hohe Schule aufgrund seiner gut untertretenden Hin-terhand und der hohen Versammlungsbereitschaft prädestiniert, eignet sich aber auch als Jagd- und Fahrpferd und wird für den Stierkampf eingesetzt. Dies setzt einen mutigen, ausgeglichenen Charakter voraus. Er ist sehr intelligent und hat ein lebhaftes Temperament. Rittigkeit und Ge-lehrigkeit zeichnen ihn aus.
Andalusier
Herkunft: Spanien
Stockmaß: 152 cm - 162 cm
Farbe: Überwiegend Schimmel, manchmal Braune, selten Rappen oder Rotschimmel
Exterieur: Edler Kopf mit geradem oder konvexem (geramsten) Profil, einem mit-tellangen, gut aufgesetzten Hals; muskulöses Quadratpferd mit breiter Brust und kompakter Hinterhand, mit abschüssiger Kruppe und tiefem Schweifansatz.
Eignung: Der Andalusier zählt zu den ältesten Pferderassen der Welt und ist besonders aufgrund seiner geschmeidigen Gänge für die Hohe Schule geeignet. Aufgrund seines Charakters ist der Andalusier ein geeignetes Pferd für den Freizeitreiter, der nicht am Turniersport teilneh-men möchte, aber Spaß am Dressurreiten hat.
Hispano-Araber, Hispano-Ingles und Anglo-Hispano-Araber (Spanien)
Bei diesen Pferden handelt es sich um Gebrauchskreuzungen von spanischen Edelpferden mit Arabern oder Englischem Vollblut. Allerdings werden solche Zweckprodukte in der Regel nicht zur weiteren Zucht eingesetzt, da sie sonst sehr stark aufspalten würden. Man bevorzugt eine erneute Kreuzung und verzichtet auf eine durchgreifende Umformung des bestehenden Typs. Viele Züchter halten zu diesem Zweck einige Stuten der Arabischen Rasse, beziehungsweise des Englischen Vollblutes, und belegen sie mit ihren Andalusier- oder Lusitanohengsten, aber auch die umgekehrte Kreuzung ist durchaus gängig. Hierdurch entsteht ein Typus, der die höhere Spurtkraft der Rennpferde mit der Wendigkeit und Rittigkeit des Schulpferdes verbindet.
Beim Angolo-Hispano-Araber wurden Araber mit eingekreuzt, weil der Vollblüter zu nervös und ängstlich ist. Wir nennen das Produkt Dreiblüter oder auf spanisch tres sangres. Er vereint in den guten Exemplaren die Vorzüge der drei Ausgangsrassen in idealer Weise.
Allerdings besitzt der reine Andalusier Eigenschaften, die der Vollblüter nicht vorweisen kann: Er ist viel zäher und widerstandsfähiger und auch mutiger und gehorsamer. Auf Turnieren werden nach wie vor reine Andalusier vorgeführt sowie Vollblüter, Anglo-Hispano-Araber, Anglo Araber und Hispano-Araber und sogar deutsche und französiche Warmblüter.
Anglo-Lusos und Araber-Lusos
Auch in Portugal ist es durchaus üblich, zur Erzeugung von Sport- und Nutzpferden Stuten der Lusitanorasse mit Beschälern anderer zu verkreuzen. Als Anglo-Lusos oder Araber-Lusos wurden diese Pferde in Portugal seit jeher in einem Register des Zuchtbuches geführt, wodurch eine Verbastardisierung des iberischen Grundmaterials innerhalb der reinen Zuchtstämme vermieden wurde.
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